Sozialordnung

Zum ersten Mal seit 2010 wurde die Sozialordnung der Studierendenschaft angepasst. Dies wurde vom Juso-HSG-geführten Sozialreferat des AStA geplant und umgesetzt. Die Sozialordnung regelt, in welchen Fällen die verfasste Studierendenschaft – vertreten durch das Studierendenparlament (StuPa) und den Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) – Studierenden Unterstützung zukommen lassen kann. Dies soll immer dann der Fall sein, wenn Studierende unverschuldet in eine außergewöhnliche, finanzielle Notlage geraten.

 

Neu hinzugekommen ist deshalb auch der Fall eines längerfristigen und unbezahlten Pflichtpraktikums. An der Bergischen Universität trifft dies insbesondere auf Lehramtsstudierende zu, die seit 2015 ein Pflichtpraktikum ablegen müssen.

 

Prinzipiell ist die Juso HSG für mehr praktische und didaktische Ausbildung im Lehramtsstudium, aber dies darf nicht auf Kosten der Studierenden gehen. Doch dies ist aktuell der Fall: Die Landesregierung hat das bezahlte Referendariat verkürzt, dafür ein unbezahltes Praxissemester über immerhin mindestens 25 Stunden pro Woche vorgeschrieben und zwingt so häufig Lehramtsstudierende zur Aufgabe ihrer notwendigen Nebentätigkeiten, zur Aufnahme von Studienkrediten oder schlimmstenfalls zum Abbruch ihrer Studien.

 

Deshalb war es uns und auch den Kolleg*innen der Liberalen und den Freibeutern – deren Idee diese Reform war, (so viel Anerkennung muss sein) jedoch von uns umgesetzt wurde – ein großes Anliegen, die Studierenden vom AStA aus zu unterstützen. Konkret passiert das so:

 

Unterschreitet das Einkommen des Antragsstellenden den BAföG-Höchstsatz, ist dieser prinzipiell antragsberechtigt. Als Einkommen werden dabei z.B. Kindergeld, Wohngeld und anderweitige Unterstützungen gerechnet. Die Differenz zwischen Einkommen und BAföG- Höchstsatz kann als Darlehen beantragt werden. Die Rückzahlung erfolgt dann nach Auszahlung der letzten Darlehensrate. Einem Antrag hat immer eine ausführliche, vertrauliche Beratung in der Sozialberatung des AStA vorauszugehen. Dort erhaltet ihr zudem noch detailliertere Informationen.

 

Dies zeigt auch, dass die Änderung der Sozialordnung lediglich ein kleiner Tropfen auf den heißen Stein ist, der gesetzgeberisches Handeln nicht ersetzt. Wir hoffen, hiermit trotzdem einen Beitrag zu einer gerechteren Universität geleistet zu haben.

 

Schreibt uns gerne eure Fragen oder Kritik zu diesem Thema. Wir versuchen, die Arbeit des AStA und StuPa weiter an den sozialen Belangen der Studierenden auszurichten. 

 

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